Meniskus Verletzung und Behandlung

Meniskusschäden entstehen im Wesentlichen durch akute Verletzungen beim Sport oder durch chronischen Verschleiß.

Traumatischer Meniskusriss

Im ersten Fall spricht man von einem traumatischen Riss. Dieser geschieht plötzlich, normalerweise durch eine atypische Belastung auf das Meniskusgewebe. Dies kann passieren, wenn das Knie verdreht oder ein Schlag auf die Seite des Knies ausgeübt wird. Traumatische Risse werden oft mit sportlicher Aktivität assoziiert und können Patienten aller Altersgruppen betreffen. Riskant sind insbesondere Sportarten wie Football, Fußball, Skifahren und Tennis, bei denen das Knie unter Belastung gedreht wird.

Degenerativer Meniskusriss

Die zweite Art eines Risses wird als degenerativer Meniskusriss bezeichnet. Mit zunehmendem Alter trocknet der Meniskus aus und verliert an Elastizität. Bei älteren Personen kann der Meniskus daher bei nur minimalem Trauma reißen - oft sogar schleichend, ohne ein besonderes Ereignis oder eine Verletzung.

Außerdem nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Meniskusverletzung aufgrund des zunehmenden Verschleißes am Knie mit zunehmendem Alter zu. Da ein großer Teil des Meniskus nicht mit Blut versorgt wird, verläuft der Selbstheilungsprozess bei einer Verletzung anders als im restlichen Körper.

Da der mediale Meniskus an mehreren Strukturen im Knie befestigt ist, ist er verletzungsanfälliger als der laterale Meniskus. Jedoch können bei einer Drehung, bei direktem Stoß auf das Kniegelenk oder aufgrund allgemeiner Knorpeldegeneration in beiden Menisken Verletzungen entstehen.

Bei einem kleinen Riss bleibt der Meniskus an der Vorder- und Rückseite des Knies befestigt. Bei größeren Rissen kann es jedoch vorkommen, dass der Meniskus nur noch an einem kleinen Stück Knorpel hängt.

Woran erkennt man einen Meniskusriss?

Die Symptome hängen vom Grad der Verletzung ab.

Kleinerer Meniskusriss

Ein kleinerer Riss wird von leichten Schmerzen und Schwellungen begleitet, die sich normalerweise nach zwei bis drei Wochen legen.

Mittelmäßiger Meniskusriss

Ein mittelmäßiger Riss ist schmerzhafter und die Schwellung nimmt über zwei bis drei Tage hinweg zu. Das Knie ist ggf. steif, der Patient kann jedoch noch laufen. Bei Dreh- oder Beugebewegungen des Knies sind die Schmerzen verstärkt spürbar. Die Symptome lassen eventuell im Lauf der Zeit nach, können jedoch selbst bei geringen Stößen, bei Drehbewegung oder bei zu starker Beanspruchung des Kniegelenks leicht wieder auftreten.

Schwerer Meniskusriss

Bei einem schweren Riss sind die Symptome auffälliger und treten sofort auf. Stücke des gerissenen Meniskus können in den Gelenkraum abwandern, wodurch es zu einer Gelenksperre oder einem Hängen oder Klicken im Kniegelenk kommen kann. Das Knie fühlt sich ggf. instabil an oder gibt plötzlich nach. Das Knie kann anschwellen und steif werden und lässt sich entweder direkt nach der Verletzung oder nach einigen Tagen nicht durchstrecken.

Optionen zur Behandlung schwerwiegender Meniskusverletzungen oder -risse

Meniskusrisse können die verschiedensten Erscheinungsbilder aufweisen und in allen Menisken und allen Formen auftreten.

Im Allgemeinen gibt es vier chirurgische Optionen zur Behandlung schwerwiegender Meniskusverletzungen oder -risse, die alle normalerweise arthroskopisch vorgenommen werden: