Prellungen, Verdrehungen und Knochenbrüche

Prellungen

Durch einen stumpfen Schlag aufs Knie – etwa beim Fußballspielen oder durch einen Sturz – kann es zu Prellungen des Knies kommen.
Hier sind durch die stumpfe Gewalteinwirkung Blutgefäße geplatzt, es kommt zu einem Bluterguss. Die P-E-C-H-Formel sind hier die Mittel der Wahl. Sollte sich das Knie jedoch mit Flüssigkeit gefüllt haben, was zu einer Schwellung oberhalb der Kniescheibe führt, ist dies ein ernstes Alarmzeichen. Der Arztbesuch ist dann unumgänglich.

Verdrehungen

Es ist immer wieder erstaunlich, wie beweglich Kinder sind, alles ist einfach viel flexibler als in späteren Jahren. So passiert auch häufig nichts, wenn sich Jungen und Mädchen die Knie verdrehen. Das Gewebe gibt einfach nach. Selten stößt es an seine Grenzen. Dann kann es aber passieren, dass sich die Kinder einen Kreuzbandriss zuziehen. Weil die Kreuzbänder in dieser Wachstumsphase aber stärker sind als die Knochen, gibt es eine Besonderheit: Die Kreuzbänder selbst reißen gar nicht, sondern es wird aus dem Knochen ein Teil herausgesprengt, an dem das Band befestigt ist.

Das klingt zwar dramatisch, hat für den jungen Patienten aber einen großen Vorteil. Wird das herausgelöste Knochenstück wieder an seinem ursprünglichen Ort durch Schräubchen oder kleine Stifte befestigt, heilen die beiden Teile schneller wieder zusammen, als es gerissene Bänder tun. Nach dem arthroskopischen Eingriff tragen die jungen Patienten eine Orthese. Diese bewegliche Gelenkschiene stützt das Knie ab und erlaubt Bewegungen. Die Behandlung des Kreuzbandrisses bei jungen Patienten darf nicht auf die lange Bank geschoben werden. Nur eine bestimmte Zeit lang kann das abgelöste Knochenstück wieder befestigt werden, ansonsten verliert es seine Vitalität. Außerdem besteht die Gefahr, dass es durch Bewegungen des Kniegelenks verformt wird und nicht mehr an seinen Platz passt.

Knochenbrüche

Knochenbrüche rund ums Kniegelenk kommen meist durch massive Gewalteinwirkung zustande. Weil auch Gefäße und Nerven mit betroffen sein können, stellen Knochenbrüche immer einen Notfall dar. Zögern Sie nicht und rufen Sie den Notarzt / Rettungsdienst.

Schwere Knochenbrüche rund ums Knie kommen zum Glück selten vor. Sie ereignen sich meist bei hohen Geschwindigkeiten, etwa beim Skifahren.